Unterschiede zum ehemaligen
Bayerischen Mammographie Screening

 

 

Das Deutsche Mammographie Screening Programm ersetzt seit November  2007 das Bayerische Mammographie-Screening, das bereits zum 31.10.2006 ausgelaufen ist.

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hat 2007 folgende Bilanz für das Bayerische Mammographie-Screening (BMS) gezogen:

Mit seinem Start im April 2003 hat das Bayerische Mammographie-Screening (BMS) eine echte Erfolgsgeschichte geschrieben. Bundesweit bot in diesen Jahren nur Bayern ein flächendeckendes Mammographie-Screening an. In allen bayerischen Regionen konnten sich Frauen in teilnehmenden Praxen alle zwei Jahre einer Vorsorgemammographie unterziehen. In Mittelfranken-Land bediente eine mobile Einheit, ein so genanntes „Mammobil“ die Städte und Gemeinden. Damit stand allen gesetzlich krankenversicherten Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren - in Bayern rund 1,4 Millionen Frauen - eine dezentrale, wohnortnahe Versorgungsstruktur unter Wahrung der freien Arzt- und Terminwahl zur Verfügung.

Über 400.000 Klientinnen haben das Angebot dieser für sie kostenlosen Früherkennungsuntersuchung genutzt. Die mittlerweile vom Münchner Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie veröffentlichten Ergebnisse der ersten 200.000 untersuchten Frauen ergaben eine hohe Prozess- und Ergebnisqualität des Bayerischen Mammographie-Screenings. Die europaweit gültigen Anforderungen („EU-Guidelines“) wurden erfüllt und zum Teil sogar deutlich übertroffen.

 

Gegenüber dem Bayerischen Mammographie Screening ergeben sich im Deutschen Mammographie Screening Programm einige Änderungen:

  • In Bayern wurden 14 Screening-Einheiten mit jeweils ca. 800.000 bis 1.000.000 Einwohnern etabliert, die zentral von Programm-Verantwortlichen Ärzten (PVA) gleitet werden.

  • Die Anzahl der Mammographie-Einheiten wurde reduziert, so dass sich für viele Frauen weitere Wege zur Untersuchung ergeben.

  • In Ihrer Einladung sieht die Zentrale Stelle in München entsprechend Ihrem Wohnort bzw. Ihrer Postleitzahl eine bestimmte Mammographie-Einheit für die Untersuchung vor. Die Zentrale Stelle legt auch den Untersuchungstermin fest. Nur direkt bei der Zentralen Stelle können Sie einen anderen Termin vereinbaren.

  • Bei der Mammographie-Untersuchung haben Sie keinen Arztkontakt mehr.

  • Da wir als Befunder im Mammographie Screening Programm zertifiziert sind, beurteilen wir weiterhin alle in unserer Praxis erstellten Aufnahmen. Die Aufnahmen werden in den folgenden Tagen noch von mindestens einem weiteren speziell geschulten Facharzt ausgewertet. Wir dürfen Ihnen nicht mehr vorab das Ergebnis unserer Befundung mitteilen.

  • Erst wenn beide Beurteilungen vorliegen erhalten Sie schriftlich die Befundmitteilung direkt vom Programm-Verantwortlichen Arzt (PVA) aus Würzburg. Innerhalb von 7 Tagen nach der Untersuchung sollte Ihnen das Ergebnis vorliegen.

  • Besteht der Verdacht auf Brustkrebs, wird Ihr Arzt / Ihre Ärztin das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen. Die notwendige Abklärungsdiagnostik erfolgt jedoch nicht mehr in Ihrer Mammographie-Einheit vor Ort sondern in speziellen Abklärungseinheiten. In der Screening Einheit Unterfranken wird die Abklärungsdiagnostik von den Programm-Verantwortlichen Ärzten in Würzburg durchgeführt.

Gegenüber dem Bayerischen Mammographie Screening ergibt sich damit eine deutliche Zentralisierung und eine Einschränkung der freien Arztwahl.

 

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